Schmuckkörbchen 'Sea Shells' - eine historische Sommerblume mit besonderer Blütenform
'Sea Shells' gehört zu den alten Auslesen von Cosmos bipinnatus, die schon im 19. Jahrhundert wegen ihrer ungewöhnlichen Blütenform geschätzt wurden. Anders als bei klassischen Schmuckkörbchen sind die Zungenblüten hier zu schmalen Röhren aufgerollt. Dadurch entsteht ein feiner, muschelartiger Effekt, der die Pflanzen zugleich zart und auffällig wirken lässt. In gemischten Pflanzungen bringt diese Sorte Struktur und Bewegung ins Beet und setzt auch auf dem Balkon einen eleganten Akzent.
Herkunft und Geschichte des Schmuckkörbchens
Das Schmuckkörbchen stammt ursprünglich aus Mexiko und wurde bereits im 18. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Aufgrund seiner filigranen Blätter und der harmonischen, symmetrischen Blüten erhielt die Pflanze ihren botanischen Namen „Cosmos“, abgeleitet vom griechischen Wort für Ordnung und Schönheit. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden erste Zuchtformen, darunter auch besondere Varianten mit abweichender Blütenform wie der Mix 'Sea Shells', der lange als Liebhabersorte galt und heute wieder zunehmend geschätzt wird.
Blütenreichtum für Beet, Balkon und Vase
Die Pflanzen wachsen locker verzweigt mit feinem, gefiedertem Laub und erreichen meist eine Höhe von etwa 75 bis 100 cm. Bei gutem Standort können sie auch etwas höher werden. Von Juni bis Oktober erscheinen fortlaufend neue Blüten, besonders wenn Verblühtes regelmäßig ausgeputzt wird. Der Mix eignet sich für sonnige Beete, größere Kübel und Balkonkästen sowie sehr gut als Schnittblume. Durch die röhrenförmigen Blütenblätter wirkt 'Sea Shells' in Sträußen besonders lebendig und lässt sich gut mit Zinnien, Kornblumen, Ringelblumen oder niedrigen Sonnenblumen kombinieren.
Bienenfreundlich und oft selbstversamend
Die offenen Blüten bieten reichlich Pollen und Nektar und werden zuverlässig von Bestäubern besucht. Auch kleinere Wildbienen profitieren von der geschützten Blütenform. Lässt man einige Blütenstände bis in den Herbst stehen, können die Samen von Vögeln aufgenommen werden. Gleichzeitig lässt sich die Sorte leicht selbst versamen. Wenn der Boden nicht zu früh abgeräumt wird, erscheinen im folgenden Jahr oft neue Sämlinge. Da es sich um eine samenfeste Mischung handelt, ist auch die eigene Saatgutgewinnung möglich, wobei es über die Jahre zu leichten Abweichungen in Blütenform und Farbe kommen kann.
Aussaat & Pflege des Schmuckkörbchens 'Sea Shells'
Die Aussaat kann ab April bis Mai in Vorkultur oder ab Mitte Mai bis Juni direkt ins Freiland oder in Balkongefäße erfolgen. Schmuckkörbchen keimen am besten an einem vollsonnigen Standort in durchlässigem, eher magerem bis mäßig nährstoffreichem Boden. Die Samen werden als Lichtkeimer nur leicht angedrückt oder höchstens sehr dünn mit Erde bedeckt. Ideal sind Keimtemperaturen von etwa 15 bis 20 °C, die Keimung erfolgt meist innerhalb von 7 bis 20 Tagen.
Nach der Vorkultur werden die Jungpflanzen nach den letzten Frösten mit etwa 25 bis 40 cm Abstand ausgepflanzt. Wichtig ist ein frischer, aber gut drainierter Boden ohne Staunässe. Zu stark gedüngte Erde fördert vor allem das Blattwachstum und verringert die Blütenfülle. Gegossen wird am besten mäßig, aber durchdringend, wobei die obere Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen darf.
Ein leichtes Entspitzen junger Pflanzen kann zu buschigerem Wuchs führen. An windigen Standorten sind Stützen sinnvoll, da die hohen Stängel umknicken können. Regelmäßiges Ausputzen verlängert die Blütezeit deutlich und sorgt bis in den Herbst hinein für immer neue Blüten.
Weitere Namen
| Botanischer Name: |
Cosmos bipinnatus |
| Deutsche Namen: |
Schmuckkörbchen, Cosmea, Kosmee |
| Französische Namen: |
Cosmos, Cosmos bipenné, |
| Englische Namen: |
Garden cosmos, Cosmos |
| Spanische Namen: |
Cosmos, Cosmos de jardín |
| Italienische Namen: |
Cosmea |
| Niederländische Namen: |
Cosmea |