Ringelblumen-Samen (Calendula officinalis) - mehr als nur eine Sommerblume

Ringelblumen (Calendula officinalis) sind klassische einjährige Gartenblumen mit erstaunlich vielseitigen Eigenschaften. Ihre leuchtenden Blüten bringen vom Frühsommer bis in den Herbst Farbe ins Beet, zugleich gelten sie als robust, pflegeleicht und zuverlässig in der Aussaat. Ringelblumen passen sowohl in naturnahe Gärten als auch in strukturierte Beete und sind seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Gartenkultur.

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Ringelblumen lassen sich direkt ins Freiland aussäen, sobald der Boden frostfrei ist. In milden Lagen können sie auch bereits im Spätsommer oder Herbst ausgesät werden und überwintern dann als Jungpflanzen. Damit zählen sie zu den sogenannten Cool Flowers, die ihren Wachstumsvorsprung im Frühjahr nutzen und besonders früh zur Blüte kommen.

Neben ihrem Zierwert werden Ringelblumen im Garten auch wegen ihres positiven Einflusses auf den Boden geschätzt. Ihre Durchwurzelung kann die Bodenstruktur verbessern, und sie werden häufig als begleitende Pflanze in Mischkulturen eingesetzt. Dadurch eignen sich Ringelblumen gut für Gemüsebeete, Hochbeete und wechselnde Fruchtfolgen.

Als traditionelle Heil- und Kulturpflanze hat die Ringelblume eine lange Geschichte. Ihre Blüten werden seit Generationen gesammelt und vielseitig verwendet, etwa in der Hausapotheke oder zur Herstellung von Salben und Ölauszügen. Auch heute ist Calendula officinalis vor allem für ihre symbolische und kulturgeschichtliche Bedeutung bekannt.

Ringelblumen-Samen sind damit eine gute Wahl für alle, die pflegeleichte Blühpflanzen suchen, früh Farbe in den Garten bringen möchten und zugleich Wert auf klassische Gartenpflanzen mit Geschichte legen.


Aussaat von Ringelblumen

Ringelblumen lassen sich direkt ins Freiland aussäen und gelten als besonders unkompliziert. Die Aussaat erfolgt ab dem Frühjahr, sobald der Boden frostfrei ist. Die Samen werden flach ausgesät, leicht angedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. Ringelblumen keimen zuverlässig und entwickeln sich auch ohne aufwendige Pflege zu kräftigen Pflanzen.


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Wissenswertes zu Ringelblumen

Die Blüten der Ringelblume sind essbar und werden traditionell in der Küche verwendet. Sie eignen sich als farbige Zutat für Salate, Kräuterbutter oder Reisgerichte und werden wegen ihrer intensiven Farbe teilweise als pflanzlicher Safranersatz genutzt. Geschmacklich sind die Blüten mild bis leicht herb.

Getrocknete Ringelblumenblüten finden außerdem Verwendung in Teemischungen und Kräuteransätzen. Dort werden sie vor allem wegen ihrer Farbe und ihrer langen Nutzungstradition geschätzt. Auch für einfache Garten- und Kräuterprojekte lassen sich die Blüten vielseitig einsetzen.

Im Gartenbau werden Ringelblumen zudem gezielt zur Bodenpflege eingesetzt. Bestimmte Ringelblumen-Arten und -Sorten können die Vermehrung von bodenbürtigen Nematoden hemmen und werden deshalb als Begleitpflanzen oder Zwischenkultur genutzt. Dieser Effekt macht sie besonders interessant für Gemüsebeete und Fruchtfolgen.

Neben den klassischen orangefarbenen Sorten gibt es heute moderne Züchtungen in ungewöhnlichen Farbtönen. Dazu zählen cremefarbene, gelbe, apricotfarbene oder zweifarbige Ringelblumen, die neue gestalterische Möglichkeiten im Garten eröffnen. Diese Vielfalt macht Ringelblumen auch für zeitgemäße Beet- und Schnittblumenkonzepte attraktiv.

Ringelblumen verbinden damit Nutzen, Gestaltung und einfache Kultur auf besondere Weise und sind weit mehr als reine Sommerblumen.